Die Idee UN-LAND (Schön, aber künstlich - was spricht dagegen?) Der Werkkomplex UN-LAND befindet über Menschen in einer medial geprägten Welt, ihre Einstellung, der Werte in ihrem Leben und der Entwicklung des Umfeldes. Es sind Reflexionen aus alltäglichen Begegnungen und Erfahrungen und kaum wahrgenom- mener Geschehnisse, nicht weil sie selten sind, sondern „so normal“. Das kann der Zwiespalt sein zwischen virtuell Erlebtem und tatsächlichem Sein, in verändertem Verhalten zueinander, Unvollständigem und Zerrissenheiten in Beziehungen, Kommunikationen und deren Verlauf, verschüttete und verdeckte Empfindungen durch mediale Verständigung. Es ist eine neue Sicht auf eine scheinbar sich stark verändernde und rasant umentwickelnde Gesellschaft. Was passiert mit geistigen Freiräumen, Einengung - gibt es sie und wie wird damit umgegangen, was ist mit inneren und äußeren Blockaden, die wesentliche und gefühlsmäßig notwendige Erlebnisse verhindern, die Einstellung zu Katastrophen und mehr. Das Augenmerk in UN-LAND richtet sich auf bestimmte Personengruppen und real existente Persönlichkeiten. Das Geschehen ist eingebettet in visionäre Räume, landschaftsähnlichen-, städtischen Umgebungen. Es ist pseudoreal, voluminös oder grenzenlos, nicht mehr bestimmbar, was medial, was erträumt, erdacht oder real ist, es können Hinweise sein auf versuchte Manipulationen von Natur und Kultur, verborgen, verzerrt, verändert, wobei der Ursprung im Hier und Jetzt liegt. Real ist nur die Malerei. Praktische Umsetzung UN-LAND Die Leinwand wird zugeschnitten und auf den Keilrahmen aufgespannt. Die Ideen werden in Faustskizzen, Figurstudien und Akrylentwürfen grob umrissen. Das Ergebnis ist weitestgehend offen ohne unkalkulierbar zu sein. Für die Thematiken der einzelnen Werke lade ich mir Modelle ein, die annähernd die von mir gewünschten Inner- und Äußerlichkeiten aufweisen. Die Umsetzung erfolgt spontan und direkt auf die Leinwand. Es sind mehrere „Sitzungen“ erforderlich. Die Persönlichkeiten in UN-LAND sind deutbar in ihrer Gestik und Mimik. Intuitiv entwickelt sich malerisch das Land-Raum-Bild. © www.donatius-jalowczarz.de c.donatius@t-online.de